Wisst ihr, an dieser Stelle würde ich euch so gerne von etwas Positivem berichten wollen. Gerade jetzt, wo ich in einer Ausbildung stecke, kann es sehr nützlich sein, wenn für die Woche nicht nur die Lebensmittel praktisch geliefert werden, sondern man auch gleichzeitig spannende neue Rezepte entdeckt.

Bei uns im Haushalt hat es allerdings leider schon vor der Ausbildung aufgehört. Wir hatten einen Coupon von HelloFresh gefunden und wollten es einmal austesten. Das Ende vom Lied: Bei den Lieferungen wurden schwere und harte Zutaten auf weiche Zutaten wie Obst und Gemüse geworfen (2x), und die Haltbarkeit ließ auch stark zu wünschen übrig. Besonders Fisch war extrem heikel, denn die Kühlung war bei weitem nicht so gut wie erhofft. Als Ergebnis war der Fisch (auch 2x) weit vor dem MHD schon abgelaufen, milchig und verdorben. Da hatten wir bereits keine Lust mehr, uns mit dem Support herumzuschlagen. Die letzten mangelhaften Lieferungen haben wir nicht einmal reklamiert. Es funktionierte für uns nicht wie erhofft.
Aber dann war ja noch der Punkt mit der Inspiration. Korrekt! In den Lieferungen gab es immer die ausgedruckten Rezepte. Genau diese konnte man auch von der Website herunterladen. Einen PDF-Download habe ich inzwischen nicht mehr gefunden, aber die Rezepte sind nach wie vor online. Wie in diesem Fall „Würzige Fischboulette in Kräuterpanade„.

Also, wer mit dem Einkauf selbst kein Problem hat, bekommt mit HelloFresh eine große und leckere Rezeptbibliothek. Völlig kostenfrei! Probiert es mal aus! Die Kosten für die Lieferung spart ihr euch komplett. Nun aber zum unschönen Teil:
HelloFresh und der Telefonterror.
Für HelloFresh ist es wohl offensichtlich eine gute Idee, die Kunden nach einer Kündigung zu terrorisieren. Das Problem ist schon bekannt, und zumindest auf meinem Google Pixel gibt es nicht einmal die Möglichkeit, den Anruf anzunehmen. Dieser wird automatisch als Spam eingestuft:

Schauen wir mal an, wem die Nummer +493075425198 gehört, dafür liefert Tellows.de einen passenden Hinweis.

Und Respekt! Ja, es ist HelloFresh, und wenn man die Einträge liest, könnte man direkt eine böswillige Absicht dahinter vermuten. An der Stelle bin ich mir nicht sicher, ob es sich hier um HelloFresh selbst handelt oder ob die Telefonterroristen in einem externen Callcenter sitzen. Denn auch wenn der Spam bereits erkannt wird, landen die Anrufer direkt auf der Mailbox, und anscheinend lässt man den Text von der Sprachbox so lange durchlaufen, bis das Band von der Sprachbox läuft. Das Ergebnis ist dann natürlich eine Meldung von der Sprachbox. Bei dieser Häufigkeit dieser Dreistigkeit zieht es mir doch direkt die Latschen aus! Ich habe im April schon versucht, die Nummer freizugeben, um den Anrufer direkt zu fragen, ob man ihn in den Kopf geschissen hat. Ja, so viel Wut hat sich bereits in mir angestaut. Bei meinem Pixel habe ich den „Dieser Anruf ist kein Spam“-Button schon regelrecht verprügelt. Es funktioniert einfach nicht. Und ich verstehe auch die Sinnhaftigkeit nicht. Das Einzige, was ich mir im Kopf zusammenreimen kann, ist, dass die Leute dort eine Quote an Anrufen haben. Wenn es so wäre, könnte ich mir diesen ganzen Vorgang so halbwegs erklären.
Und wie geht es nun weiter?
Irgendwie musste ich mich zur Wehr setzen und vor allem auch HelloFresh mitteilen, dass es endlich aufhören soll. Am liebsten hätte ich für HelloFresh diesen Knopf hier:
Einmal drücken und alles erledigt. Aber so funktioniert nur meine „Es könnte so schön sein“-Welt. In der Realität sieht es anders aus. Auf Trustpilot habe ich meinen Frust etwas lösen können. Und hier haben wir nun ein Detail, welches sehr hilfreich werden könnte.

Hier ist mein Nachweis, dass meine Bitte, endlich die Schnauze zu halten, angekommen ist. Und es hat auch nur 2 Wochen gedauert, bis wirklich Ruhe war. Von Mai an bis jetzt Juli hat man mir zum Glück mal eine kleine Auszeit gegeben. Großzügig, und danke dafür.
Aber wie man oben an dem Screenshot sehen kann, wird seit gestern (13. Juli) wohl wieder täglich angerufen.
Und hier ist mir nun auch der Geduldsfaden gerissen. Mein Provider hat keine Möglichkeit, eine komplette Nummer zu sperren, und sollte es noch mehr als einen Anruf geben, werde ich diesen ganzen Vorgang einmal direkt am Samstag bei der Polizei anzeigen. Es wäre ohnehin sehr spannend zu sehen, was dann passiert. Vielleicht wird aus diesem Blogartikel eine ganze Serie. Etwas Content wäre daher wie eine Lieferung frei Haus.

Und weiter gibt es wie hier in Österreich ein „Fernmeldebüro“. Das ist ein Formular für Werbeanrufe und ich kann es nur jeden empfehlen dagegen vorzugehen. Sonst lernen es solche Unternehmen nie. Die Zahlen von HelloFresh schauen ohnehin absolut nicht gut aus und die Erwartungen sind dementsprechend miserabel. Wenn es nach mir geht könnten die Zahlen deutlich niedriger sein. Wer täglich schon sich aufdrängt hat es regelrecht schon verdient. Hattet ihr auch schon einmal gröbere Probleme mit HelloFresh? Schreibt es in die Kommentare!



Kommentare