Wie bereits in den letzten Wochen erwähnt, es folgt nach uns eine weitere Gruppe und aus diesem Grund gibt es erneut keine genauen Details zum eigentlichen Inhalt. Aber die Folgen später. Und weiter was mich sehr freut: Die Zugriffszahlen steigen von Woche zu Woche. Allerdings ausschließlich bei den Themen, die das Qualifying betreffen.
Diese Woche hat sich grundsätzlich alles geändert. Einmal mussten wir zum ersten Mal in einer Gruppe arbeiten und es gab auch keinen Multiple-Choice-Test. Das klingt zu Beginn der Woche erstmal nach einer sehr entspannenden Woche, aber für jemanden wie mich, der es doch sehr ruhig mag, war es mitunter die intensivste Woche. Jedenfalls was meine Redezeit betrifft.

Generell durften wir zum ersten Mal eine Präsentation halten und das wird bei der späteren Ausbildung öfters passieren. Eigentlich, viel öfter 😉 . Und hier habe ich erstmal deutlich 2 Dinge gemerkt: Wenn ich selbst eine Idee verkaufen möchte, dann darf ich nicht zu viele Informationen in den Raum werfen, welche unnötig verwirren. Und zum anderen ist auch aussprechen lassen ganz wichtig. Denn am ersten Tag war das teils katastrophal. Und weiter wurden viele Gedanken schnell zerredet und verworfen. Kurzum, von meiner Idee musste ich mich relativ schnell verabschieden. Aber das war trotzdem überhaupt gar kein Problem. In einer Gruppe geht es um das große Ganze. Die eigenen Befindlichkeiten spielen hier absolut keine Rolle. Und die Thematik dann zu wechseln war mir entsprechend egal und ich habe es sportlich genommen.
Im Laufe der Woche sind wir allerdings als Team gewachsen und ich finde wir hatten durchaus die größte Dynamik. Früher war ich es in der Schule gewohnt der letzte zu sein, der gewählt wird. Meistens kam ich in die Gruppe wo noch Platz war. Hier musste ich diesmal gar nicht auf die Suche gehen. Meine Talente als Grafiker wurden sehr geschätzt und diese konnte ich diese Woche auch voll ausleben. Teils so sehr, dass ich mich gefragt habe was ich eigentlich diese Woche mache. Haha! Aber tolles Gefühl es mal von der anderen Seite zu erleben.
Aber nun kommen wir zu der großen Überraschung. Wir mussten eine Präsentation halten. Und genau das ist mir früher in der Schule total schwer gefallen. Ich war oft aufgeregt und konnte maximal einen Zettel ablesen. Also alles was eigentlich keine Präsentation ist. Diesmal bin ich das ganze aber anders angegangen. Auf meinem eReader habe ich ausschließlich geschrieben, an welcher Stelle mein Part kommt. Sozusagen habe ich fast alles improvisiert und nur die Schlagworte von der PowerPoint abgelesen. Und verdammt hat das gut funktioniert. Ich wusste ernsthaft nicht dass ich das kann. Eine Aufregung war definitiv zu spüren aber in meiner Rolle habe ich nahezu perfekt funktioniert. Es gab von einer Trainerin zum Schluss ein paar lobende Worte. Das war wirklich ein tolles Gefühl und schön zu wissen, dass ich sowas überhaupt so gut kann. 🙂

Wochenziel war diesmal sehr einfach: Nach der letzten Woche, die im Abschlusstest wirklich nicht gut ausgesehen hat, wollte ich nur eine steile Lernkurve vorzeigen. Und diese hatte ich. Diese hatten wir. Das Team war wirklich fantastisch, auch wenn es manchmal nicht leicht war. Aber wenn es nicht immer leicht ist, zeigt es dass das Team sehr gut funktioniert und man sich nur ergänzt. Auf in die letzte Woche! Nächste Woche Freitag ist der letzte Tag und ich belohne mich selbst mit einer eGitarre!
Was mir allerdings zunehmend negativ auffällt: Bei meinem Aufnahmetest wurde gesagt, dass man sich mit der Nutzung einer KI eher stark zurückhalten soll und dass viel Wert darauf gelegt wird, dass wir eigenständig coden. Wenn ich manchmal die Bildschirme von anderen beobachte, sieht man jedoch sehr oft eine KI-Oberfläche, und ich hoffe wirklich, dass es dagegen auch Schutzmechanismen gibt. Wenn sich Leute durchs Qualifying prompten, wäre das wirklich sehr uncool. Dann stelle ich mir nämlich schon die Frage, warum ich drei Wochen lang oft auf Schlaf verzichte und mir bis spät abends den Lernstoff in den Kopf prügle.



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