Nächste Woche beginnt meine Ausbildung als FIA Applikationsentwickler und so langsam suche ich den Panikknopf. In meiner bisherigen Karriere hat mich vor allem immer wieder die Technik interessiert. Mit meiner Selbständigkeit hatte ich erfolgreich einen Webshop installiert, welcher ganz gut seine Produkte verkauft hat. Das System aufzubauen und dann zu sehen, wie die Kunden das annehmen, war wirklich eine tolle Erfahrung. Weiter habe ich mit den verschiedensten Systemen Websites erstellt und aufgebaut, während andere Unternehmen billige WordPress-Templates teuer weiter verhökern. Die Firmen habe ich mit sämtlichen Drucksorten bedient, Hochzeiten fotografiert und und und. Die Selbständigkeit war schon wirklich eine vielseitige Erfahrung.

Bei meinem letzten Job als Angestellter konnte ich das erste Mal ein Newsletter-System installieren und verwenden. Die Statistiken zu beobachten, wie das System regelrecht zu leben beginnt, war eine große Freude. Auch wenn es leider selbst vom Unternehmen nicht genutzt wurde, war es immerhin eine persönliche Erfahrung, um die ich nun reicher bin. Für dieses Vorhaben wurde ich nicht explizit beauftragt und ich frage mich im Nachhinein selbst, warum ich mir ständig zusätzliche Arbeit mache, aber die Erfahrung zeigt: Genau dafür!

Privat begeistert mich nach wie vor die KI, welche mir auch beim Blog sehr unterstützend hilft. Ob Texte verbessern, Bilder generieren oder bearbeiten – es ist der Hammer, an welchem Punkt wir angekommen sind, wie man die Effizienz extrem steigern kann. Dieses Jahr bin ich von Windows zu Linux gewechselt und ich liebe alles daran! Smartphones habe ich mit Custom-Firmwares nützlicher gemacht, Konsolen gejailbreakt. Kurzum: Ich bin ein digitales Spielkind und vielleicht ist es ein logischer Schritt, in die IT-Welt zu wechseln.

Die Ausbildung selbst findet in Wien statt und wird diesmal kein Fernstudium. Neben dem Fokus, die Technik und Programmiersprachen zu erlernen, ist auch das Ziel, in einem Unternehmen einen Job zu erlangen. Ich will hier nicht nur eine neue Heimat finden, sondern auch endlich den Schritt schaffen, das monatliche Gehalt zu steigern. In der Grafikbranche ist man nicht zu selten der Depp für alles. Das Spektrum der zu erledigenden Arbeiten ist sehr breit und am besten ist man zusätzlich noch der Putz-, Telefon-, …-dienst. Logisch für unter 2.000 € im Monat. Klar fallen auch in der IT immer weiter die Löhne wie auch in anderen Branchen. Das kenne ich von sämtlichen IT-Nachrichtenseiten. Wenn aber mögliche Einstiegsgehälter um die 2.500 € liegen, ist die Motivation, sich richtig reinzuhängen, immens höher. Aber erstmal die Ausbildung erfolgreich meistern 😉 Denn mit einem mittelmäßigen Zeugnis brauche ich nicht auf einen Spitzenlohn zu hoffen.

Gleichzeitig finde ich, es wird eine große Herausforderung! Quelltexte in HTML zu überfliegen waren bisher weniger ein Problem. Allerdings fand ich Markup Language (Auszeichnungssprache) in meinem Fernstudium damals leicht zu verstehen. Und gebraucht habe ich es nur selten, da mir immer Tools mit einer grafischen Oberfläche das Leben leichter gemacht haben. Z. B. Websites mit Adobe Muse damals erstellen. Wenn ich mein Wissen auf eigene Faust vertiefen wollte, war bei JavaScript Schluss. Als kleine Vorbereitung sitze ich heute mit einem Videotutorial an Android Studio. Die Oberfläche zu verstehen sowie die Struktur – machbar. Sobald es aber, wie in diesem Fall, an Kotlin geht und seinen Quellcode:

Es bleibt eine große Frage: Wie zum Teufel soll ich das überblicken. Aber dafür beginnt ja auch meine Ausbildung erst und deswegen möchte ich den Weg gehen, dass ich einen direkten Ansprechpartner für meine Fragen habe. Ich liebe die Rheinwerk-Verlag Bücher. Hier war die Lernkurve bisher extrem niedrig und langsam. Vielleicht ist das ganze auch normal und es wird sich schnell legen. Ich denke Android Studio werde ich erstmal lange gar nicht sehen, da viele andere Grundlagen erstmal kommen. Und diese werden sicherlich den Weg ebnen, was halt bisher bei Tutorials und Büchern mir gefehlt hat.

Die Ausbildungsinhalte werden folgende sein:

  • Projektmanagement uvm.
  • Webentwicklung (HTML, CSS, JavaScript, Vue.js oder React, PHP)
  • Java (Spring Boot, Spring Security, REST, JPA & Hibernate, Lombok)
  • Datenbanken (MySQL, MariaDB, Grundlagen SQL, ER-Diagramme, Datenbankmodelierung)
  • Mobile Applications
  • Datentechnik und Systemmanagement
  • Grundlagen der Informatik
  • IT-Security und Betriebssicherheit
  • Betriebswirtschaftslehre

Also bin ich sehr gespannt, wie sich diese neue Phase meines Lebens weiterentwickeln wird. Wo ist jetzt der Panikknopf?

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